Zank und Streit
ums Kind

Grenzen überwinden

Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte

ZAnK - Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte

Dauer, Ablauf, Kosten

Dauer

Eine Mediationssitzung dauert in der Regel eine oder 1,5 Stunden.

Die Zahl der Sitzungen hängt von den Umständen des Einzelfalles ab:

Wie groß ist der Konflikt? Muss die Gesprächsbereitschaft erst einmal hergestellt werden oder besteht sie schon? Welche Punkte sollen geklärt werden? Wie lange dauert es, bis die Parteien eine Lösung finden? Realistisch ist es, von drei bis acht Sitzungen auszugehen.

Ablauf

Phasen

Nicht immer wird man diese streng formalen Abgrenzungen finden, aber in fast jeder Mediation finden sich diese Elemente:

1. Einführung

Zunächst werden die Parteien über das Mediationsverfahren informiert, in der Regel wird eine Mediationsvereinbarung abgeschlossen und das weitere Vorgehen miteinander abgestimmt.

2. Themenbereiche entwickeln

Die Parteien bringen alle relevanten Informationen ein. Sie stellen ihre Streitpunkte und Anliegen dar, so dass die Themen und Konfliktfelder gesammelt und für die weitere Bearbeitung gewichtet und strukturiert werden können. Wichtig ist, dass alle Daten und Fakten offengelegt werden.

3. Bearbeiten des Konfliktes

In der dritten Phase beginnt die eigentliche Problembearbeitung. Die Beteiligten erhalten die Gelegenheit, ihre Sicht zu dem jeweiligen Thema umfassend darzustellen. Dabei soll versucht werden, nicht nur die Bedürfnisse und Interessen jedes einzelnen herauszuarbeiten, sondern auch Verständnis für die Position des anderen zu entwickeln.

4. Optionen entwickeln, verhandeln, entscheiden

In dieser Phase sammelt man zu den einzelnen Themen Lösungsoptionen. Gesammelt wird, was ein- und gefällt. Danach werden die Lösungsoptionen von den Medianden bewertet und verhandelt. Gemeinsam mit dem Mediator wird geprüft, ob und wie sich die jeweiligen Lösungsoptionen in der Realität umsetzen lassen und ob sie den zuvor geäußerten Interessen der Parteien entsprechen.

5. Abschluss

Zum Abschluss der Mediation werden die Ergebnisse (meist schriftlich) festgehalten.

Mediatoren

Häufige Übung (aber keineswegs zwingend) ist es, dass die Mediation von zwei Mediatoren durchgeführt wird (Co-Mediation).

Um den Eltern, ihrer Herkunft und Situation gerecht zu werden, erscheint es wünschenswert, dass

  • eine Mediatorin und ein Mediator die Mediation durchführen.
  • sie unterschiedliche Berufe haben. In der Regel hat einer eine juristische, einer eine psychologische oder pädagogische, damit die unterschiedlichen Aspekte, die in einem Konflikt relevant sind, Berücksichtigung finden können
  • sie aus den jeweiligen Herkunftsländern der betroffenen Elternteile stammen und damit denselben kulturellen und sprachlichen Hintergrund haben.
  • die Mediatorinnen und Mediatoren bestimmte, von der Haager Konferenz für Internationales Privatrecht niedergelegte, Kriterien erfüllen.

Kosten

Genaue Auskunft über Kosten können wir an dieser Stelle nicht geben.

Normalerweise rechnen Mediatoren nach Stundensätzen ab und verlangen in der Regel zwischen 80 und 200 € pro Zeit-Stunde. Manchmal finden sich auch kostengünstige Regelungen. Sollte es zu einer Mediation kommen, sollte diese Frage vorher geklärt werden. Zusätzlich anfallende Kosten sind die Reise- und Übernachtungskosten für die Parteien und die Mediatoren.

 

Mediationskostenhilfe in Berlin

Mit einem bundesweit einmaligen Pilotprojekt startet Berlin als erstes Bundesland ein Pilotprojekt zur Mediationskostenhilfe.

 

 

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