Zank und Streit
ums Kind

Grenzen überwinden

Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte

ZAnK - Zentrale Anlaufstelle für grenzüberschreitende Kindschaftskonflikte

Mediation

Mediation ist kein geschützter Begriff, Mediator keine geschützte Berufsbezeichnung. Was der eine unter Mediation versteht, muss deshalb nicht mit dem übereinstimmen, was die andere darunter versteht, vor allem, wenn die Beteiligten aus unterschiedlichen Kulturen stammen.

Die Informationen auf diesen Seiten stellen ein in Deutschland und vielen Staaten im Vordringen befindliches Verständnis von Ablauf und Aufbau einer Mediation dar. Dieses Verständnis ist aber nicht exklusiv, d.h. es ist kein Muss, einen Konflikt auf diese Art und Weise zu regeln. Es gibt auch andere Formen der Konfliktlösung (z.B. die sog. Shuttle-Mediation, einen Familienrat) – entscheidend ist, dass Partner in einem Konflikt den Willen und die Offenheit zu seiner Lösung mitbringen.

Mediation - wozu?

Eine Trennung kann Sprachlosigkeit zur Folge haben. Man kann nicht mehr miteinander reden – oder man mag es nicht mehr. Die Auseinandersetzung, die Durchsetzung eigener Interessen überlässt man dem Rechtsanwalt und dem Gericht. Die Verantwortung an Dritte abzugeben, kann entlasten. Dieser Weg hat aber auch eine Kehrseite: Er kostet Zeit, Geld und Nerven. Er bedeutet auch, dass man die Lösung seiner Angelegenheiten Dritten überlässt, sich das Heft des Handelns in gewisser Weise aus der Hand nehmen lässt.

Mediation kann ein Weg sein, die Sprachlosigkeit zu überwinden und die Handlungsfähigkeit zurückzugewinnen. Auf den Folgeseiten erfahren Sie deshalb näheres zum Charakter der Mediation (Durchführung, Dauer, Kosten), zu möglichen Ansprechpartnern etc.

Der ISD als künftige Zentrale Anlaufstelle für Mediation nach Malta-Prinzipien

Nicht für alle Staaten der Erde gilt das Haager Kindesentführungsübereinkommen, das festlegt, unter welchen Voraussetzung ein entführtes Kind in den sog. Staat des gewöhnlichen Aufenthaltes zurückgeführt werden soll. Eltern, deren Kinder in diese sog. Nicht-HKÜ-Staaten entführt wurden, können deshalb nicht über die sog. Zentralen Behörden die Rückführung ihres Kindes beantragen. Sie sind auf eine Lösung im Verhandlungswege, Gerichtsverfahren vor Ort oder auf die Zustimmung des anderen Elternteiles zum Umgang mit dem Kind angewiesen. Die Rückkehr ihrer Kinder erreichen sie häufig nur schwer oder gar nicht.

Der sog. Malta-Prozess sucht nach Lösungswegen für diese Fälle. In den sog. Malta-Prinzipien beschreibt die Haager Konferenz deshalb das Aufgabenspektrum einer Zentralen Anlaufstelle für Mediation und legt Kriterien nieder, die Mediatoren erfüllen sollten.

Der ISD legt diese Qualitätskriterien bei der Auswahl von Mediatoren zugrunde. An einer Zusammenarbeit interessierte Mediatoren sind eingeladen, sich zu melden.

Um Eltern zu einem Ansprechpartner zu verhelfen, sollen ihnen Zentrale Anlaufstellen für Mediation grundlegende Informationen vermitteln über

  • Mediationen und im Bedarfsfall Mediatoren
  • Stellen, bei denen man rechtlichen Rat einholen kann
  • Wege, den Aufenthalt eines Kindes zu ermitteln

Ob und wann eine Mediation angezeigt ist, lässt sich nicht vorhersagen. Grundsätzlich ist es das Ziel des ISD, in jedem Familienkonflikt auf eine Deeskalation und eine einvernehmliche Lösung hinzuwirken - auch außerhalb eines formellen Mediationsverfahrens.

Internationale Familienmediation

Die Webseite gibt sowohl Privatpersonen wie auch Fachkräften einen umfangreichen Überblick über die jeweiligen Strukturen und Ansprechpartner/Anlaufstellen im Bereich Internationale Familienmediation in den unterschiedlichen Ländern der Erde.

 

Literaturhinweis

Streiten kann gut ausgehen - für Kinder, die`s wissen wollen:
Ein Mediationshandbuch zum Anschauen, Vorlesen und Erzählen

von Dagmar Lägler - Brigitte Erb - Ulla Klinger

 

 

 

Aktuelles

 

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